Die Homöopathie wird oftmals auch als Alternativmedizin bezeichnet und stellt inzwischen für viele Menschen weltweit eine echte Alternative zur so genannten Schuldmedizin dar. Im Zusammenhang mit der Homöopathie fällt oftmals der Begriff der ganzheitlichen Therapie, die das Kernstück der Homöopathie darstellt. Ganzheitlich bedeutet, etwas verkürzt dargestellt, dass bei einer Erkrankung nicht nur die Stelle betrachtet wird, an der sich die Symptome zeigen, sondern es wird vielmehr nach den „Gesamtursachen“ für die Erkrankung geforscht. Es wird also sowohl der Körper im Gesamten als auch die Seele des Menschen betrachtet und als Einheit angesehen. Die Basis der Homöopathie stellt das so genannte Ähnlichkeitsprinzip dar. Dieses Prinzip besagt, dass „Ähnliches durch Ähnliches“ geheilt werden soll. Das bedeutet, die verabreichten Heilmittel und Medikamente sollten bei einem gesunden Menschen die gleichen Symptome hervorrufen können, wie sie sich beim zu behandelnden Menschen bereits äußern.
Auf Basis dieser Annahme gründet sich auch zu Beispiel die Tatsache, dass alle homöopathischen Arzneimittel sehr stark verdünnt sind. Es werden fast ausschließlich pflanzliche Stoffe für die heilende Wirkung eingesetzt, auf Chemie wird im Grunde komplett verzichtet. Aufgrund dieser Tatsache wirken Mittel aus dem Bereich der Homöopathie zum einen in der Regel erst nach einem längeren Zeitraum der Einnahme, zum anderen kennzeichnen sie sich zudem dadurch, dass beim Patienten zunächst eine Verstärkung der Beschwerden eintritt. Dieses ist jedoch im Grunde ein gutes Zeichen, weil dadurch recht sicher zu erkennen ist, dass das Mittel auch wirksam ist. Kennzeichnend für die Homöopathie ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Arzneien oftmals ganz individuell zusammengestellt und gemischt werden, und sich nach dem individuellen Krankheitsbild des zu Behandelnden richten. Die Homöopathie geht also im Gegensatz zur Schulmedizin nicht davon aus, dass Symptome „schlecht“ sind, weil sie Beschwerden verursachen und bekämpft werden müssen, sondern die Homöopathie sieht die Symptome als Versuch des Körpers zur Selbstheilung an, weshalb die Symptome oftmals durch die homöopathischen Mittel noch verstärkt werden sollen.